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Sehenswertes

Elektroporzellanmuseum Margarethenhütte Großdubrau

– Station der ENERGIE-Route Lausitzer Industriekultur
Isolatoren l Stromerzeugung l Industrie- und Zeitgeschichte

Am südlichen Rand des Biosphärenreservates Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft liegt der Ort Großdubrau – ursprünglich eine kleine sorbische Ansiedlung und heute ein großer, industriell geprägter Ort.

Diesen Wandel findet man anschaulich dokumentiert im Elektroporzellanmuseum Margarethenhütte. Hier wird beispielhaft ein Rückblick in die Geschichte der Industrialisierung geboten. Mitte des 18. Jahrhunderts stieß man beim Abbau von Braunkohle auf Ton und zum Bergwerk gesellte sich eine Tonwarenfabrik. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich diese zu einem weltweit anerkannten Hersteller von elektrotechnischen Porzellanerzeugnissen.

Die Hochspannungs-Isolatoren für die weltweit erste Drehstrom-Fernübertragung von 1891 – ein zu damaliger Zeit sensationelles Ereignis – wurden hier hergestellt. Auch ein solches historisches Einzelstück ist im Museum zu sehen.

Das Museum befindet sich im denkmalgeschützten Rundofengebäude von 1885. Auf drei Etagen erhält man Einsicht in die Arbeitsschritte und Verfahren, welche zur Herstellung von Elektroporzellan notwendig sind. Dass man einiges sogar selbst ausprobieren kann ist besonders für Kinder spannend. Das gilt auch für die liebevoll arrangierte "Großmutters Stube", in der viele einst im Haushalt verwendete Porzellanprodukte zusammengetragen sind.

Der ganze Stolz des engagierten Fördervereins, der das Museum ehrenamtlich betreibt, ist der Rohölmotor von 1938. Der 4 Tonnen schwere, imposante Motor kann Strom erzeugen und lässt zu seinem kraftvollen Rhythmus das Licht angehen.

Für alle, die sich für Technik und Industriegeschichte interessieren, ist das Elektroporzellanmuseum Margarethenhütte Großdubrau ein Muss. Als eine der ersten Porzellanfabriken in Deutschland, in der technisches Porzellan hergestellt wurde, blickt sie auf eine 150jährige Geschichte zurück und gibt heute als Museum zahlreiche Einblicke auf die Technikentwicklung dieser Zeit.

Alternativer Text Infobild

Schloss Spreewiese

Rittergut und Park Spreewiese

Als Rittersitz seit 1443 bekannt.

Die mittelalterliche Wasserburg wurde 1557 durch Franz von Nostitz zu einer vierflügeligen Renaissanceanlage erweitert, mit eindrucksvollem Arkadeninnenhof. Die Fassaden erscheinen mit paarweise angeordneten Fenstern mit weiten profilierten Renaissancegewänden und sind zum Teil mit Ziermotiven (Rosetten) versehen.

Das repräsentative Portal mit Schlußstein (Wappeninschrift: "Friedrich Caspar v. Gersdorf 1729") mit dreiläufiger Freitreppe stammt von 1729, als der Bautzener Oberamtshauptmann Friedrich Caspar von Gersdorff Besitzer des Schlosses war.

Südlich des Schlosses erstreckt sich eine naturbelassene Parkanlage, in die vier Teiche einbezogen sind. Zusammen mit den nördlich gelegenen Wirtschaftsgebäuden des 18. Jahrhunderts stellt die Anlage ein historisches Gesamtdenkmal dar.

Das Schloss ist im Ortsteil Spreewiese gelegen und befindet sich in Privatbesitz.
Der Schoßbesitzer, Herr Paul Wehrle gewann im Jahr 2014 beim Jubiläumswettbewerb "Zwanzig Jahre Biosphärenreservat - Im Projekt „Erhalt und Gestaltung von Gebäuden und Gartenanlagen“. Als Architekt und guter Geist des Spreewieser Schlosskomplexes erreichte er den ersten Platz mit seinen Bemühungen, dem Schloss wieder das einstige Gesicht der Renaissance-Epoche zu verleihen.

Im Spreewieser Schloß können Trauungen im Arkadeninnenhof des Gebäudes vorgenommen werden. Brautpaare aus Nah und Fern schätzen hier das stilvolle Ambiente.

Weitere Informationen zu einer Trauung im Schloss Spreewiese finden Sie unter Rubrik Verwaltung/Standesamt.

Besichtigung nach Vereinbarung möglich.

Kontakt über: Herrn Paul Wehrle
Telefon: 035932-32 059